Magische Weihnachten & Nussecken

Magische Weihnachten & Nussecken

Meine kindlichen Erinnerungen an Weihnachten sind etwas ganz besonderes für mich. Meine Eltern hatten nicht viel Geld und konnten sich daher auch keine all zu großen Geschenke für uns Kinder leisten. Doch das störte uns nicht. Wir kannten es nicht anders und fast wichtiger schien uns eh der Weihnachtsbaum, die Geheimnisse, das Plätzchen backen und das viele Glitzern und Schimmern der Lichter.

Unser Weihnachtsbaum war für mich immer der Schönste überhaupt. Strahlend schön mit den buntesten Kugeln die man sich denken kann. Rote, violette, grüne,  silberfarbene, matte, glänzende und glitzernde Weihnachtskugeln, kleine Vögel aus Glas mit Federn und Glitzer, lange Glastropfen, silbernes Lametta Faden für Faden auf die Zweige gehängt, rosa-und silberfarbene Glöckchen und ganz oben eine zu den Glöckchen farblich passende Christbaumspitze.

Unter unserem Baum stand Jahr für Jahr die alte Holzkrippe mit kleinen Tonfiguren darin. Ich mochte die drei Könige immer ganz besonders und konnte manchmal gar nicht anders, als sie in die Hand zu nehmen und staunend von allen Seiten zu betrachten.

Jeder von uns bekam einen großen Weihnachtsteller voll mit Schokokugeln, Nüssen, Mandarinen, einem Schokoweihnachtsmann und mit den Plätzchen die wir in der Vorweihnachtszeit gebacken hatten. In unserer kleinen Küche enstanden die süßesten Köstlichkeiten: Nussecken, Lebkuchen und Vanillekipferl, die so buttrig waren, dass sich auch unsere Katze Kleopatra ab und an eins von unseren Weihnachtstellern stibitzte. Begleitet wurden wir in unserer Weihnachtsbäckerei natürlich immer von Rolf Zukowski, dessen Weihnachtslieder wir ohne Ausnahme auswendig mitsingen konnten.

Am Nachmittag, wenn es draußen bereits dunkel geworden war kuschelten wir uns immer in das Bett unserer Eltern und bekamen die „24 Weihnachtsgeschichten von Schnüpperle“ vorgelesen. Am Weihnachtstag konnten wir uns vor Aufregung manchmal kaum noch auf die Worte meiner Mutter konzentrieren. Wir sangen alle Weihnachtslieder die wir kannten, bis wir endlich erlöst wurden und das kleine Glöckchen leise bimmelte. Die Tür zur warmen Stube öffnete sich und all der Weihnachtsglanz ließ mich jedes Jahr aufs Neue sprachlos werden. In der alten Musikanlage im Anbauschrank liefen die Weihnachtslieder der Kastelruder Spatzen. Auf dem Tisch drehte sich die große Holzpyramide und in den Fenstern funkelten zwei bunte Weihnachtssterne und die Schwippbögen.

Am Weihnachtsmorgen sind wir dann immer ganz früh, lange vor unseren Eltern, aus dem Bett gekrochen, saßen noch im Schlafanzug in der Stube und beschäftigten uns mit unseren Geschenken. Irgendwann bekam ich mal ein dickes Buch über Leonardo da Vinci geschenkt und lag damit stundenlang auf dem Boden unter unserem Weihnachtsbaum.

Heute ist das Weihnachtsfest ganz anders. Ich bin inzwischen 26 und jedes Jahr auf der Suche nach Weihnachten. Zwischen eiligem Geschenke suchen, Weihnachtskarten schreiben, Pakete packen und dem Hetzen von einem Termin zum nächsten ist es nicht leicht dieses magische Weihnachtsgefühl von Früher wieder zu Erleben. Doch während ich diese Worte schreibe, die Musik von Rolf Zukowski neben mir auf dem Tablet läuft und der süße Duft der frisch gebackenen Nussecken in meine Nase steigt ist es wieder da…die Magie zu Weihnachten!

Zutaten für ein Blech

Für den Mürbeteig:

  • 300g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 130g Zucker
  • ein paar Tropfen Vanillearoma
  • 2 Eier
  • 130g Butter

Für den Belag:

  • 5 EL Aprikosenkonfitüre
  • 100g Honig
  • 250g Butter
  • ein paar Tropfen Vanillearoma
  • 3 EL Wasser
  • 200g gehackte Haselnüsse
  • 200g gehackte Mandeln
  • 100g Zartbitter-Kuvertüre

Und so gehts:

1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Vanillearoma und Zucker mischen. Die Butter würfeln und dazu geben. Die Eier dazu und alles kurz mit den Knethaken des Rührgeräts verkneten. Danach mit den Händen weiterkneten.

2. Den Teig kurz in den Kühlschrank legen und inzwischen den Belag zubereiten. Dafür die Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf schmelzen. Das Vanillearoma und den Honig dazu geben und verrühren. Die Masse kurz aufkochen und anschließend vom Herd nehmen. Die Nüsse einrühren.

3. Den Teig auf dem Blech ausrollen. Am besten geht das mit einem Becher, da ein Nudelholz zu groß für das Blech ist. Die Aprikosenkonfitüre auf dem Teig glatt streichen und anschließend die Nussmischung darauf verteilen. Für ca. 30 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Danach in Vierecke schneiden und diese diagonal halbieren. Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen  und die Spitzen der Nussecken darin eintauchen. Aushärten lassen und die fertigen Nussecken luftdicht verschließen oder einfach gleich genießen.  Merry Christmas!!!

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3 thoughts on “Magische Weihnachten & Nussecken”

  • OOoh wie schön 😉 Ja damals war alles noch anders…. aber ich bin jemand der die Geschenke schon Wochen vorher besorgt und alle verstaut, so dass ich mir selbst gar keinen Stress machen brauche. Den man weiß ja irgendwie schön, was sich seine Liebsten wünschen! An Nussecken komm ich auch nicht vorbei, die sehen so unglaublich lecker aus! 😉 Die mach ich nach- aber nach Weihnachten!
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest, auf das Du es genießen wirst.
    Liebe Grüße
    Franzi

  • Wie wahr, wie wahr^^ wie toll du die weihnachtliche Atmosphäre von damals in Worte gepackt hast! Danke für die schönen Erinnerungen, die du bei mir heute am Weihnachtsabend geweckt hast, soweit in der Ferne, irgendwo in einer Oase in der ägyptischen Wüste, wo mich ansonsten nur die Weihnachtsgrüße über Whatsapp daran erinnern, welcher Tag heute ist! :*

  • Oh wie schön das alles klingt! Mir geht es ganz genauso, dass ich immer noch den Zauberer von Weihnachten suche, den ich früher so geliebt habe. Als Kind war man immer so aufgeregt und alles war so magisch!
    Mittlerweile fehlt er mir leider doch oft, dieser Zauber…
    Ganz liebe Grüße
    Sandra von Lieblingslife

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